Norbert Rodenkirchen hoch zwei

Der Kölner Flötist Norbert Rodenkirchen ist Experte auf dem Gebiet der mittelalterlichen Musik. Immer wieder transkribiert er Musik aus alten Schriften und richtet sie neu ein, um sie heute zur Aufführung zu bringen. Als Solist auf historischen Traversflöten hat er sich international einen Namen gemacht und tourt mit seinen Programmen rund um die Welt. Eines dieser Programme ist jetzt, nach Auftritten u.a. in Moskau, Vancouver, Boston, Triest, Paris und Kopenhagen endlich auch in Köln zu hören.

Für sein Konzert „Hameln Anno 1284“ hat Norbert Rodenkirchen das mittelalterliche Gewölbe des Sancta-Clara-Kellers in der Kölner Innenstadt ausgesucht. Dort findet am 28. Januar um 20 Uhr ein Konzert statt, das sich nicht nur für Freunde Alter Musik lohnt. Der Rattenfänger von Hameln ist von Mythen umrankt und allseits bekannt. Doch wer weiß schon um die historischen und musikalischen Zusammenhänge der Geschichte? Wie hat sie geklungen, die Musik, mit der der Spielmann die Menschen verführte? Norbert Rodenkirchen spürt mit seinen mittelalterlichen Traversflöten der farbenreichen Klangmagie der Musik des 13. Jahrhunderts nach und lässt sich dabei vom Schauspieler Severin von Hoensbroech mit Texten begleiten. Tickets (12,- Euro, ermäßigt 9,-) gibt es an der Abendkasse. Man kann auch telefonisch reservieren unter 0221 8701400.

In einem kurzen Video erklärt der Künstler, worum es geht.

 

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Candens Lilium

Spannend wird es dann auch, wenn Norbert Rodenkirchen am 30. März beim Kölner Fest für Alte Musik in der Friedenskirche in Köln-Ehrenfeld sein Konzept „Carmina Burana Heute“ vorstellt. Das Gemeinschaftsprojekt der Ensembles „Mixtura“ und „Candens Lilium“ präsentiert einen Dialog zwischen dem 13. und dem 21. Jahrhundert.

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Mixtura

Rodenkirchens Arrangements und Transkriptionen der mittelalterlichen Liederhandschrift „Carmina Burana“ ranken inhaltlich um Minne, Religion und Politik. „Protestsongs“ gegen den Klerus sind ebenso dabei wie schmachtende Liebeslieder und Gesänge gegen politische Missstände.

Der iranische Komponist Ehsan Ebrahimi, Gewinner des Composer Slam beim Heidelberger Frühling, schreibt dazu Stücke für Akkordeon und Schalmei.

Das Programm entsteht eigens für das Festival und erfährt damit an diesem Abend eine Erstaufführung.
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