FEIMA – Das ZAMUS bei der Internationalen Messe für Alte Musik in Murcia

Drei volle Tage lang treffen sich Musikerinnen und Musiker, Plattenlabels, Instrumentenbauer, Spezialisten aus Wissenschaft und Veranstaltungsmanagement, Pressevertreter, Festivalleiter und Musikliebhaber auf der ersten internationalen Messe für Alte Musik in Murcia. Und gleich bei diesem ersten Aufschlag ist das ZAMUS auch dabei, vertreten durch Christina Hartmann, die in zwei Vorträgen einem interessierten Fachpublikum von unserer Arbeit in Köln berichtet.

Hier gibt es spannenden und durchaus kontroversen Austausch über die Fragen, ob das Publikum für Alte Musik ein ‚ganz spezielles’ ist, was man tun kann, um neues Publikum zu erschließen und welche Methoden zur Bewerbung von Konzerten sinnvoll sind. Offenbar sind es in Spanien gerade die jungen Menschen, die einen unbefangenen und interessierten Umgang mit Alter Musik haben – von Überalterung der Zuhörerschaft ist hier keine Rede. Auf dem Podium neben Christina Hartmann sitzen Judit Plana, Marketingchefin des Freiburger Barockorchesters, Valentina Granados, Leiterin des Internationalen Musikfestivals in Santander und Jean Lucas, Chefredakteur der spanischen Zeitschrift Scherzo.

In einem weiteren Kurzvortrag präsentieren sich verschiedene Netzwerke für Alte Musik und die Präsentation des Kölner Zentrums löst Begeisterung aus. Glückwünsche nach der Präsentation von Zuhörern aus Spanien, Kroatien und Belgien – „Toll, was ihr da macht in Köln!“. Große Vergleichsmodelle sind die französische FEVIS und eben das spanische Netzwerk GEMA, Organisator der Messe. Hier lohnt sich – für alle Leser dieses Blog – ein Blick ins Internet: http://www.fevis.com und http://feima.es.

Seit vielen Jahren schon hegte die spanische Asociación Grupos Españoles de Musica Antigua (GEMA) den Wunsch, ein Treffen in größerem Stil und mit internationaler Ausrichtung zu veranstalten. Der landesweite Verband, der mittlerweile 70 Mitgliederensembles hat und von einen kleinen Team engagierter Mitarbeiter geleitet wird, sitzt in Madrid. Ganz bewusst hat die GEMA für die Messe aber nicht die spanische Hauptstadt ausgewählt, sondern ist in die Provinz gegangen, um zu zeigen, dass die Alte Musik in Spanien kein zentralistisch verwaltetes Thema ist. Murcia bekam den Zuschlag weil die hiesige Geschäftsführerin des Instituts für Kulturindustrie (Directora General del Instituto de las Industrias Culturales y de las Artes de la Región de Murcia), Marta López-Briones, ein Stattfinden der Messe im Auditorio von Murcia ermöglicht hat.

Auf dem Foto: Marta López-Briones, Jesús Pacheco (aus der Kulturverwaltung in Murcia) und Eduardo Paniagua (Musiker).

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FEIMA, die erste Fachmesse für Alte Musik in Spanien, ist ein gelungenes Modell für Ausstellung, Kooperation und Netzwerk. Als ZAMUS nehmen wir neue Informationen, gute Kontakte und viele Ideen mit nach Köln und bedanken uns für die Einladung nach Murcia und die Gelegenheit, unser Zentrum zu präsentieren!

Die Fotos wurden gemacht von Roberto Fuentes, Juan Carlos Caval und Christina Hartmann.

 

 

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