25 Jahre Festival Alte Musik Knechtsteden – Ein traditionsreiches Festival durch die Brille eines blutjungen Mitarbeiters

Unter dem Motto „Feste Feiern“ begeht das Festival Alte Musik Knechtsteden seinen 25. Geburtstag. In der Jubiläumsausgabe spannen die Veranstalter einen Bogen von Monteverdi bis Rebecca Saunders: 1000 Jahre Musikgeschichte, große Eigenproduktionen mit der Rheinischen Kantorei und dem Ensemble Das Kleine Konzert, multimediale Inszenierungen, prominente Gäste und eine Medienwerkstatt. Das Festival ist mit seiner Programmierung aktuell und vielseitig.

Mit einem neuen, modernen Internetauftritt hat das traditionsreiche Fest sich ein schönes Geschenk gemacht. Michael Rathmann, frischgebackener Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Martin Kahl, stellt seinen Einfluss darauf aber bescheiden zurück. „Ich wurde hier in eine wunderbare Festivalfamilie hinein adoptiert, die sich schon immer durch originelle Ideen und Konzertformate und durch eine große Offenheit gegenüber allem Neuen ausgezeichnet hat. Wir haben jetzt lediglich ein bisschen an der Verpackung gearbeitet, damit das auch sichtbar wird“, sagt er schmunzelnd. Und betont, dass ein 25. Geburtstag ja auch die perfekte Gelegenheit ist, um mit neuer Grafik ein optisches Ausrufezeichen zu setzen.

Und dann gerät er ins Schwärmen. Von Hermann Max und dessen quirliger Lust, immer wieder neue Dinge auszuprobieren, von der guten Zusammenarbeit mit ihm und den ehrenamtlichen Mitarbeitern, von der künstlerischen Qualität des Angebots und von den Möglichkeiten, die man innerhalb eines gefestigten, funktionierenden Festivalapparates hat. Davon, dass man neue Wege gehen und sich dennoch des vorhandenen Netzwerks an Künstlern und Kooperationspartnern bedienen kann. „Dadurch können Ideen im Diskurs zwischen Hermann Max, mir als „Jungspund“ und den erfahrenen Partnern immer weiter entwickelt werden und das ist eine komfortable Situation.“

Über die historische Spielstätte in der Basilika ist Michael Rathmann sehr glücklich. „Das ist wie eine experimentelle Spielwiese und wenn man sich die Festivalgeschichte ansieht, wird klar, dass Hermann Max hier schon immer Dinge ausprobiert hat, von denen andere heute behaupten, sie seien innovativ.“ Halbszenische Aufführungen zum Beispiel oder das Einbeziehen der Kulisse waren in Knechtsteden schon vor 15 Jahren en vogue. „Das Festival ist ein Impulsgeber in der Alten Musik, und daran weiter zu arbeiten, finde ich spannend.“

Als Festival in freier Trägerschaft muss man sich im Grunde in jedem Jahr „neu erfinden“ und das bereitet in der Planungsphase schon die ein oder andere schlaflose Nacht, denn der Etat, der sich aus verschiedenen Förderungen zusammensetzt, steht eben nicht einfach so zur Verfügung. Da beruhigt es, dass das Festival ein gutes Image hat und seit 25 Jahren Programme entwickelt, die einen Schulterschluss mit den Partnern möglich machen. Das Vertrauen in das Management ist gewachsen und als neuer Mann an Bord muss man die Welt ja nicht komplett neu erfinden. Vielleicht ist die gesunde Mischung aus hohem künstlerischem Anspruch, für den Hermann Max selbst Garant ist, jahrelanger solider Geschäftsführung und Bereitschaft zum Experiment das Rezept für den Erfolg in Knechtsteden.

Mit einer Aufsehen erregenden Aufführung des Oratoriums „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy haben die Rheinische Kantorei und Das Kleine Konzert unter der Leitung von Hermann Max im Jahr 2014 erneut einen Meilenstein gelegt. Das filmische „Making Of“ präsentiert die Idee zur Inszenierung und stellt die beteiligten Künstler vor.

 

 

Das ZAMUS gratuliert zu 25 erfolgreichen Jahren Alter Musik in Knechtsteden und wünscht alles Gute für das nächste Vierteljahrhundert!

Das Festival 2016 beginnt am 17. September. Alle Informationen findet man hier.

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